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19.8. – 23.9.

Im Vorfeld der Ausstellung «Earth Beats» lädt das Kunsthaus zur interdisziplinären Veranstaltungsreihe ein. Namhafte internationale Vertreterinnen aus den Bereichen Klimaforschung, Forstwissenschaft, Wirtschaft, Städtebau, Mobilitätsforschung, Technologie und Philosophie sowie aus dem kritisch engagierten Film und der Literatur debattieren über Fragen von Naturschutz und Nachhaltigkeit.

Nach der vielbesuchten Preview steht nun der Einzug der Sammlung bevor. Verfolgen Sie hier bis zur Eröffnung am 9. Oktober, mit einem Blick hinter die Kulissen, wie die Kunst in den Erweiterungsbau einzieht und erfahren Sie alles über die Architektur und Nachhaltigkeit in unserer Film-Reihe.

Countdown Journal

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Gerhard Richter, Acht Lernschwestern, 1966, Kunsthaus Zürich, Vereinigung Zürcher Kunstfreunde, Schenkung durch Hans B. Wyss und Brigitte Wyss-Sponagel, 2021 © Gerhard Richter

Vom abstrakten Expressionismus zum expressiven Aufbruch

Mit ausgewählten Werken der Sammlung ab 1945 hat die expressive Aura der Moderne den Erweiterungsbau erreicht. In einem spannenden Arrangement werden dabei die Kontraste visualisiert zwischen abstraktem Expressionismus (Newman, Pollock, Rothko, Sekula) und Pop Art (Warhol, Wool). Einen Schwerpunkt dieser Phase bilden auf einer eigenen Ausstellungsfläche auch die spektakulären Gemälde und seltenen Originalskulpturen von Cy Twombly. Das postmoderne Spektrum repräsentieren vor allem die Werke des expressiven Aufbruchs ab 1980 (Baselitz, Genzken, Polke) und einen besonderen Akzent setzt «Acht Lernschwestern», ein neu hinzugekommenes Hauptwerk Gerhard Richters von 1966.

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Lungiswa Gqunta, Lawn, 2017, Kunsthaus Zürich, Vereinigung Zürcher Kunstfreunde, Gruppe Junge Kunst, 2019

Mahnend und erinnernd an die zerbrechliche Gegenwart

Prominenten Raum bietet der Erweiterungsbau jetzt auch der Gegenwartskunst. Maximal assoziative Werke wie die der Südafrikanerin Lungiswa Gqunta oder der Mexikanerin Teresa Margolles richten den Fokus auf existenzielle Themen der Menschheit wie soziale Ungerechtigkeit, Vertreibung, Ausgrenzung. Mehrdimensional symbolisiert etwa Gquntas Flascheninstallation «Lawn» (2017) die Zerbrechlichkeit der südafrikanischen Gegenwart im Kontext von Rassismus und Gewalt. Und Margolles radikale Werke «Pesquisas» (2016) oder «Máscara de Barbara Coudenhove-Kalergi sumergida en cemento» (2015) plakatieren und zementieren regelrecht die Missachtung von Frauen- und Menschenrechten.

Behind the scenes @kunsthauszuerich

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Ansicht der Bar, Max Ernst, Pétales et jardin de la nymphe Ancolie, 1934, Kunsthaus Zürich, 1965, Die Restaurierung wurde ermöglicht durch die Hans Imholz-Stiftung

Erste Kunstwerke in Halle, Bar und Garten

Diverse Werke wurden monatelang restauriert und für die definitive Platzierung vorbereitet. Alexander Calders Mobile «Cinq blancs, un rouge» (1972) schwebt zum Greifen nah in der grossen Halle. Max Ernsts Wandbild «Pétales et jardin de la nymphe Ancholie», das 1934 für die Corso-Bar am Bellevue geschaffen wurde, ist nun der künstlerische Mittelpunkt der Chipperfield-Bar. Robert Delauneys «Formes cirulaires» (1930) zieht den Blick ins zweite Obergeschoss und der von Urs Fischer geschenkte «Grundstein» (2014) liegt lässig zwischen den Räumen.

In der neusten Episode der Erweiterungs-Filmreihe «Kunst und Raum» berichten unsere Kurator/innen über den Kontext der ausgewählten permanenten Sammlungs-Werke.

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Urs Fischer, Grundstein, 2014, Kunsthaus Zürich, Geschenk des Künstlers zur Grundsteinlegung des Chipperfield-Baus am 8. November 2016

Einzug der Kunsthaus-Sammlung

Im Bestandsbau ist die Hälfte der Räume neu eingerichtet worden. Munch wird auf Baselitz treffen und die ägyptische Künstlerin Anna Boghiguian teilt sich mit Kader Attia den ehemaligen Kuppelsaal, der einst Böcklin gewidmet war. Bis zur Eröffnung zieht allmählich die Sammlung, mehrheitlich ab 1960, in die Erweiterung ein. Dada erhält eine eigene Ausstellungsfläche genauso Cy Twombly, Hodler und Segantini sowie die Seerosen von Monet wechseln die Seite. Viele andere werden folgen und sich privaten Sammlungen anlehnen.

Kunsthaus-Sammlung

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Ansicht Sammlung Emil Bührle

Private Kollektionen: Bührle, Merzbacher, Looser

Die für ihre französische Malerei weltberühmte Sammlung Emil Bührle zieht ins Kunsthaus ein. Das künstlerische Konzept sieht vor, die über 180 Gemälde und Skulpturen an diejenigen der Klassischen Moderne anzulagern und dem Publikum ein Kontinuum der Epochen anzubieten. Mit einem Fest der Farbe und einer langfristig angelegten Kooperation teilt Werner Merzbacher seine Leidenschaft für die Kunst mit einem breiten Publikum. Zu sehen sind Hauptvertreter des Impressionismus, der «Fauves», Vertreter der «Brücke», der «Blauen Reiter», Futuristen und Konstruktivisten sowie jüngere Positionen von Lohse bis Rist. Last but not least stellen 70 aus der Sammlung Looser ausgewählten Werke der Minimal Art, der Arte Povera und des Abstrakten Expressionismus eine ausserordentliche Bereicherung dar.

Private Sammlungen

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Museum für Kunst und Publikum

Zusammen mit dem bestehenden Kunsthaus, das mit einer unter dem Heimplatz verlaufenden Passage mit dem Chipperfield-Bau verbunden ist, entsteht das grösste Kunstmuseum der Schweiz. Die Präsentationsfläche für Kunst wächst auf gesamt 11’500 m2. Der Anteil öffentlicher Flächen im erweiterten Kunsthaus wird mehr als verdoppelt. Die frei zugängliche zentrale Halle und vielseitig nutzbare Ateliers bieten Raum für die Interaktion zwischen Kunst und Publikum und stärken den Austausch untereinander. Mit dem Shop- und Barbetrieb, dem grossen Festsaal sowie einem Garten – Einrichtungen, die auch ausserhalb der Öffnungszeiten des Museums zugänglich sein werden – öffnet sich das neue Kunsthaus gegen aussen.

Vision, Planung und Bau

Erweiterungs-Filmreihe

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Materialien

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Lichtkonzept

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Mit einer privaten Architekturführung erfahren Sie alles über den Erweiterungsbau und die architektonischen Visionen des Star-Architekten.